Abfallentsorgung mit positiven Effekten in Jordanien

Die ADELMANN Umwelt GmbH (ADEL)erhielt den Auftrag über die Konstruktion, Fertigung , Lieferung und Inbetriebnahme von sieben Müllsortieranlagen in Jordanien an den Standorten in Irbid, Madaba, Deir Alla, Jerash, Karak, Mafraqu und Taybeh.

Der Auftraggeber war die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH mit Sitz in Eschborn, Deutschland.

Die Verfahrensart über die Ausschreibung war ein offenes Ausschreibungsverfahren gemäß Abschnitt 15 der deutschen Vergabeordnung (VGV), in der sich die ADEL entsprechend den vorgegebenen Bedingungen mit einem der Sachlage angepassten Konzept und dem daraus resultierenden Angebot gegen die Konkurrenz durchsetzen konnte.

Im August 2017 erfolgte die Auftragserteilung seitens der GIZ an die ADEL und im September 2019 konnte die Inbetriebnahme und Übergabe der siebten und damit letzten Anlage erfolgreich an die GIZ und die verantwortliche Kommune seitens ADEL vorgenommen werden.

Ein kurz gehaltener historischer Abriss sollte auf das Erfordernis zur Lieferung unserer Müllsortieranlagen in Jordanien eingehen.

Der über Jahre andauernde und anhaltende Konflikt in Syrien hat Jordanien die Versorgung durch die Aufnahme von mehr als einer halben Million syrischen Flüchtlingen in einen nahezu erheblichen Umfang belastet.

Die Ausgaben der Regierung Jordaniens für die Unterstützungsleistungen wie u.a. öffentliche Dienstleistungen sind drastisch angestiegen. Einhergehend waren die Gemeinden, welche im Tagesgeschäft für die Müllabfuhr innerhalb des jeweiligen Gemeindebereiches zuständig waren, angesichts der Bewältigung beträchtlich angestiegener Mengen im Feststoffabfall, vor große Herausforderungen gestellt.

In den Jahren 2014/2015 haben das jordanische Umweltministerium und das Ministerium für kommunale Angelegenheiten die Entwicklung für die Entsorgung von Feststoffabfällen angeschoben und in den darauf folgenden Jahren umgesetzt.

Das entscheidende Ziel war und ist die Schaffung arbeitsintensiver Systeme von recyclingfähigen Abfallströmen um somit mögliche Umweltauswirkungen in den Ballungscentren signifikant zu verringern.

Mit der Beteiligung an der dafür notwendigen offenen Ausschreibung stellte sich ADEL mutig dem dafür erforderlichen Prozedere sowohl in technischer, konstruktiver und kommerzieller Hinsicht.

Insbesondere stellten die hohen selbstgestellten Qualitätsanforderungen sowie die logistischen Abläufe und die Bedingungen auf den Baustellen, für die am Projekt beteiligten Mitarbeiter, in jeder Beziehung vor große Herausforderungen.

Grundsätzlich werden die wichtigsten Reststoffe wie Papier, Pappe, Kunststoffe, Glas Textilien und Eisen etc. sauber getrennt, um diese dann einer entsprechenden kommerziellen Vermarktung, in Eigenverantwortung der jeweiligen Kommune, zuzuführen.

In enger guter Zusammenarbeit zwischen der GIZ, den jeweilig verantwortlichen Kommunen und den Mitarbeitern der ADEL ist es gelungen die dezidierten Aufgaben in Form des Auftrages zeitgemäß, termin-und qualitätsgerecht mit entsprechender Nachhaltigkeit zu erfüllen.

Dafür gilt allen Beteiligten nochmals unserer besonderer Dank.

 

Karlstadt im November 2019

Udo Schauer

Geschäftsführer